Orchideen haben hohe Ansprüche an die Pflege und Haltung

Mit ein paar Tipps werden auch Deine Orchideen farbenfroh blühen.

Orchideen zählen unter anderem zu den beliebtesten Zimmerpflanzen. Doch so schön die Orchideen auch blühen, so anspruchsvoll sind sie in der Pflege und Haltung. Hier ist wirklich Fingerspitzengefühl gefragt.

Mit den folgenden Tipps wollen wir Dir bei der Pflege Deiner Orchideen helfen.

Pflege und Haltung von Orchideen

Wo ist der ideale Standort für Orchideen?

Viele Orchideen sind auf der Fensterbank Richtung Ost- oder Westseite gut aufgehoben, da sie dort durchweg genügend Licht bekommen. Ein Fensterplatz an der Südseite ist nicht immer geeignet – hier solltest Du die Möglichkeit zur Schattierung haben.

Nachts fördert die Temperatur um 18°C die Blütenbildung. Über 23°C wächst Deine Orchidee gut.

Da die Orchidee eine tropische Pflanze ist, liebt sie eine hohe Luftfeuchtigkeit. Steht Deine Orchidee auf der Heizung kannst du einfach eine Wasserschale auf die Heizung stellen.

Wie viel Sonne brauchen Orchideen?

Die Orchidee mag es hell. Achte aber darauf, dass Deine Orchidee nicht der prallen Sonne ausgesetzt ist, denn dadurch würden die Blätter verbrennen.

In der Wintersaison, wenn die Tage kürzer und dunkler werden, wächst Deine Orchidee kaum. Sobald es Richtung Frühjahr geht mit zunehmendem Licht fängt Deine Pflanze wieder gut an zu wachsen.

Sobald es Frühjahr wird und die Sonne wieder mehr Licht bringt fängt Deine Pflanze automatisch wieder besser an zu wachsen.

Wie schneide ich die Wurzeln von Orchideen?

Ragen die Wurzeln über den Rand des Blumentopfes oder über die Abflusslöcher hinaus, ist das noch lange kein Grund zur Schere zu greifen.

Die Wurzeln der exotischen Pflanze sind empfindlich werden diese einfach abgeschnitten, schadet das der Orchidee.

Eine gute Lösung ist über dem 2. oder 3. Auge die Rispe abzuschneiden, wenn die Rispe eher lang ist. Sie bildet jedoch auch am Blütenstielende wieder neue Knospen, daher muss sie nicht zwingend zurückgeschnitten werden.

Wenn der Blütenstiel nach der Blüte eintrocknet, kannst Du ihn ganz rausschneiden.

Wann muss ich Orchideen umtopfen?

Um die Erde locker und luftig zu halten, sollten Orchideen alle 2 bis 3 Jahre umgetopft werden. Grundsätzlich ist es nicht ratsam, eine Pflanze im Herbst umzutopfen. Mach das besser im Frühjahr und Sommer, wenn Neutriebe kommen. Andernfalls erstickt die Pflanze an verrotteter Erde und gesammelte Salze gefährden die Orchidee zusätzlich.

So gehst Du am besten beim Umtopfen vor:

  1. Bereite das neue Pflanzgefäß mit einer Drainageschicht und frischer Orchideenerde vor
  2. Nimm die Orchidee zum Umpflanzen vorsichtig aus dem Umtopf heraus und entferne die lockere Erde
  3. Stell die Pflanze in das vorbereitete Gefäß und füll dies bis zum Rand mit frischer Orchideenerde auf
  4. Drück die Erden dabei nur leicht an

Da jedes Umpflanzen eine Ruhestörung für die Pflanze ist, wird das Wachstum der Pflanze kurze Zeit eingestellt.

Wie oft müssen Orchideen gegossen werden?

Wenn das Substrat im Topf trocken ist und die Wurzeln grün-weiß werden kannst Du deine Orchidee tauchen bzw. gießen.

Das kann im Sommer 3-4 Tage nach dem letzten Gießen sein. Im Winter aber auch gerne mal (je nach Standort und Wetterlage) 10 Tage.

Wir empfehlen dir das Tauchverfahren:

  1. Pflanze in ein Becken oder Eimer mit vorzugsweise lauwarmen Regenwasser stellen
  2. Für ca. 30 Minuten die Pflanze im Wasser stehen lassen
  3. Orchidee herausnehmen und abtropfen lassen
  4. Erst nach dem Abtropfen wieder zurück in den Übertopf stellen

Der Vorteil von einem Tauchbad ist, dass Staunässe im Pflanzgefäß beziehungsweise dem Übertopf vermieden wird. Solltest Du dich dennoch für das Gießen entscheiden, unbedingt darauf achten, dass sich kein Wasser sammelt. Staunässe lässt deine Pflanzen nämlich in Kürze absterben.

Wie oft muss ich Orchideen düngen?

Orchideen sind es gewohnt, mit wenigen Nährstoffen auszukommen. Wichtig ist, dass Deine Orchideen kontinuierlich mit einer niedrigen Konzentration an Nährstoffen versorgt werden.

Alle 2-3 Wochen solltest Du einen speziellen Orchideendünger in der angegebenen Konzentration dem Gießwasser hinzufügen.

Steht Deine Orchidee in der Kleeschulte Bio-Orchideenerde torffrei, dann ist Deine Pflanze für die ersten 8 Wochen nach dem Pflanzen mit allen wichtigen Spuren- und Nährstoffen versorgt.

Eine Faustformel ist: Wenn an Deiner Orchidee ein Blatt nachwächst, so sollte gedüngt werden. Sonst nicht.

Für die Nachdüngung empfehlen wir speziellen Orchideendünger, da dieser auf die Bedürfnisse der Orchidee abgestimmt ist. Wichtig ist das Du die Anwendungsempfehlungen einhältst. Denn bei zu starker Düngung können Deine  Orchideen eingehen.

Welches Substrat ist am besten für Orchideen geeignet?

Eine besondere Pflanze benötigt spezielle Erde

Bei der Pflege von Pflanzen ist es wichtig, die richtige Erde zu verwenden. Gerade weil die Orchidee ein Luftwurzeler ist, solltest Du hierfür auf ein spezielles Substrat zurückgreifen.

Orchideen gedeihen in lockerer, strukturstarker Erde, die für die optimale Luftversorgung und die Verhinderung von Staunässe entwickelt ist. In herkömmlicher Blumenerde können die Orchideen daher nicht so gut wachsen.

Wir empfehlen Dir eine spezielle Orchideenerde, da diese dank der besonderen Zusammensetzung und groben Struktur optimal auf die Bedürfnisse der Orchidee abgestimmt ist.

Die Kleeschulte Bio-Orchideenerde torffrei ist mit hochwertiger Pinie angereichert, die die Feuchtigkeit bedarfsgerecht an die Pflanze abgibt. Die nachhaltig produzierte Substratfaser topora sorgt für Strukturstabilität der Erde und damit für einen guten Lufthaushalt und gesunde Durchwurzelung.

Kleeschulte Bio-Orchideenerde torffrei
Bio-Orchideenerde

Die drei häufigsten Schädlinge an Orchideen

Wolllausbefall

Wollläuse auch Schmierläuse genannt sind Schädlinge die wachsartige Substanzen absondern. Die Tiere sind Blattsauger und saugen Deinen Orchideen sprichwörtlich den Saft aus.

Regelmäßige Kontrollen sind wichtig. Nimm die Wurzeln, Stängel, Zwischenräume sowie die Blätter und besonders die Blattunterseiten unter die Lupe.

Ist es offensichtlich, dass sich der Schädling in Deiner Orchidee ein neues Zuhause geschaffen hat, dann lasse Dich im Gartencenter oder Baumarkt fachkundig zu einem Pflanzenschutzmittel beraten. Das Bekämpfen ist mit handelsüblichen Mitteln möglich.

Pilzbefall

Fusarium ist ein überall gegenwärtiger Pilz, der meist erst viel zu spät erkennbar wird. Es handelt sich bei diesem Pilz um einen typischen Schwächeparasiten.

Wenn er erst einmal in eine Pflanze eingedrungen ist, werden die Blätter eines nach dem anderen gelb und fallen ab.

Es gibt keine Mittel zur Behandlung des Pilzes. Hygiene und eine gute Versorgung/Pflege der Pflanze können jedoch einem Befall gut vorbeugen.

Pflanzen die durch überhöhte Düngung, übermäßige Substratvernässung oder niedrige Bodentemperaturen im Wachstum gehemmt sind, können leicht infiziert werden.

Daher raten wir Dir, besser mäßig zu düngen und das ausschließlich mit Orchideendünger, denn dieser besteht aus wenig Ballastsalze.

Thripsbefall

Auch Thripse schädigen die Orchidee durch Saugen. Sie stechen in das Gewebe der Oberfläche, saugen die Zelle aus und füllen diese mit Luft. Dadurch trocknen die Ränder der Blüten ein.

Dies wird zuerst an den überlappenden Blütenblättern sichtbar. Später ist dann die komplette Blüte betroffen.

Beim Kauf von Orchideen ist hier oberstes Gebot die Pflanze sofort zu kontrollieren. Wenn die Blüten bereits geschädigt sind, raten wir vom Kauf ab.

Ist Deine Orchidee bereits befallen, können mit handelsüblichen Insektiziden die Thripse gut behandelt werden. Hierzu lässt Du dich am besten im Gartencenter ausgiebig beraten.